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Eintrag 5: Frittierter Sandstrand

In einer Stadt, in der das Schönheitsideal prägen und die Schönheitschirugie so an der Tagesordnung liegen, wie der jährlich zu vergebene Academy Award ist es doch verwunderlich, dass am Santa Monica Pier, wo das Barfußjoggen und das Schwimmen im Pazifik so traumhaft angenehm ist, das Speisenangebot von undefinierbar über aufgebacken bis hin zu  frittiert geht.

Während also ein athletischer David Hasselhof Verschnitt in roter Badeshort in seinem Wachhäuschen mit dem Fernglas aufs offene Meer hinaus schaut, die junge, blondlockige, sportliche, deutsche Touristin den Sandstrand entlang joggt, komme ich nicht umhin mich zu fragen, wieso die Familienmutter am Strand sitzt und ihr kleines Kind mit frittierten Fries und Coke füttert, statt mit Wasser und Obst.

Touristen, angehende und gefallene Schauspieler, Einheimische und jene, die es werden wollen, drücken sich bei stickiger Luft den Walk of Fame entlang, allesamt mit einem Softeis, einer großen Cola mit Eis oder wahlweise auch einem Milchshake in der Hand. Schlürfen, rülpsen und schmatzen unterstreichen dann noch einmal mehr den puren Genuss der Kalorienaufnahme.

Natürlich ist jeder von uns ein Genussmensch, der Schokolade, Weingummi, Chips oder sogar mal eine Portion Pommes mit Cola bevorzugt, aber über diesen Handel sollten wir nicht vergessen, wie lecker ein kaltes Wasser und ein frischer Salat nach einem Guten-Morgen-Lauf am Strand nach einer kurzen Nacht am LA'er Straßenrand im Auto, schmeckt.

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